Als Geothermie Heizungsanlage bezeichnet man ein zukunftsweisendes Heizsystem, das die in der Erde gespeicherte thermische Energie nutzt, um Gebäude effizient und umweltfreundlich zu beheizen. Wenn Sie sich für eine moderne und nachhaltige Wärmeversorgung für Ihr Eigenheim interessieren, bietet die Nutzung von Erdwärme eine hervorragende Möglichkeit, unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden. Die Florian Schmid GmbH begleitet Sie bei der Planung und Umsetzung solcher zukunftsweisenden Heizsysteme im Raum Feldkirchen bei München und im gesamten Landkreis München-Ost.

Die Grundlagen der Erdwärmenutzung

Die Erde speichert gigantische Energiemengen, die einerseits aus dem Erdinneren nach außen dringen und andererseits von der Sonne im oberen Erdreich gespeichert werden. Diese stetig verfügbare Energie lässt sich über verschiedene Systeme anzapfen. Während in den oberen Schichten meist die Sonneneinstrahlung dominiert, steigen die Temperaturen in tieferen Regionen kontinuierlich an.

Das Prinzip der Wärmepumpe im Kreislauf

Im Herzen jeder Geothermie-Anlage arbeitet eine Wärmepumpe. Sie funktioniert im Grunde wie ein herkömmlicher Kühlschrank, nur umgekehrt. Ein geschlossener Kreislauf aus Rohren, in dem eine frostsichere Flüssigkeit zirkuliert, nimmt die Wärme aus dem Erdreich auf. Diese Sole transportiert die thermische Energie zum Wärmetauscher der Anlage. Dort entzieht das System der Flüssigkeit die Wärme und hebt sie mithilfe von elektrischem Strom auf ein für Heizkörper oder Flächenheizungen nutzbares Temperaturniveau an.

Bevor Sie sich für eine Erdwärmeanlage entscheiden, lohnt sich oft ein Blick auf verwandte Technologien. Informieren Sie sich dazu auch in unserem Beitrag über die Wärmepumpe im Altbau: Wann sich die Investition wirklich lohnt oder prüfen Sie die Fördermöglichkeiten im Artikel über Erdwärme und Wärmepumpe: Förderung im Überblick für Hausbesitzer .

Oberflächennahe Geothermie im Wohnbau

Für private Wohngebäude kommt in der Regel die oberflächliche Geothermie bis zu einer Tiefe von maximal 400 Metern zum Einsatz. Hierbei wird zwischen zwei gängigen Systemen unterschieden: den Erdkollektoren und den Erdwärmesonden. Die Wahl hängt maßgeblich von den Gegebenheiten Ihres Grundstücks im Landkreis München ab.

SystemFunktionsweisePlatzbedarfBohraufwand
ErdwärmesondenVertikale Bohrungen in Tiefen bis 100 MeterSehr gering (kleine Grundfläche)Hoch (Genehmigungspflichtig)
ErdkollektorenHorizontale Verlegung unter der FrostgrenzeGroß (ca. 1,5-fache Gebäude-Wiesenfläche)Gering (Erdbewegungen nötig)

Erdwärmesonden für tiefe Einblicke

Erdwärmesonden werden senkrecht in den Boden eingebracht. In diesen Bohrungen zirkuliert die Sole in geschlossenen Rohren und nimmt die Erdwärme aus größeren Tiefen auf, wo das ganze Jahr über konstante Temperaturen herrschen. Dieses System eignet sich hervorragend für Grundstücke mit begrenztem Platzangebot.

Erdkollektoren für flächige Wärme

Liegt ein entsprechend großes Grundstück vor, lassen sich Erdkollektoren in einer Tiefe von etwa 1,20 bis 1,50 Metern schleifenförmig verlegen. Sie entziehen dem Erdreich die Wärme, die im Sommer durch Sonneneinstrahlung und Regen nachgeliefert wird. Die Genehmigung gestaltet sich hierbei oft unkomplizierter als bei tiefen Bohrungen.

Geothermie Heizungsanlage im Betrieb auf einem modernen Grundstück in Feldkirchen bei MünchenBild mit KI erstellt

Schritte von der Planung bis zum Betrieb

Die Installation einer Erdwärmeheizung erfordert handwerkliche Präzision und eine fundierte Vorbereitung. Unser Team der Florian Schmid GmbH unterstützt Sie dabei von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme.

  1. Hydrogeologische Prüfung: Zunächst klären wir, ob in Ihrer Region wasserrechtliche Schutzgebiete vorliegen und welche Bohrtiefen erlaubt sind.
  2. Heizlastberechnung: Wir ermitteln den genauen Wärmebedarf Ihres Hauses, um die Anlage optimal zu dimensionieren.
  3. Behördliche Genehmigung: Die erforderlichen Anträge für Erdwärmesonden werden bei den zuständigen Behörden eingereicht.
  4. Erdarbeiten und Montage: Nach der Bohrung oder Verlegung der Kollektoren erfolgt die Installation der Wärmepumpe im Technikraum.
  5. Hydraulischer Abgleich: Abschließend stellen wir das System so ein, dass es mit maximaler Effizienz und geringstem Energieaufwand arbeitet.

Vorteile und Effizienz im Alltag

Eine professionell installierte Anlage arbeitet äußerst zuverlässig und schont sowohl die Umwelt als auch Ihren Geldbeutel. Da die Hauptenergiequelle direkt aus der Natur stammt, machen Sie sich weitgehend unabhängig von den schwankenden Preisen für Öl und Gas. Zudem lässt sich die Anlage in den Sommermonaten oft umkehren, um das Gebäude über die Flächenheizung sanft zu kühlen.

Für die optimale Auslegung und einen reibungslosen Betrieb empfiehlt sich zudem ein regelmäßiger Blick auf die bestehende Haustechnik. Ergänzende Informationen hierzu finden Sie in unserem Beitrag über Die richtige Heizungsanlage finden: Gas, Öl, Wärmepumpe und mehr .

Wie tief muss für eine Erdwärmesonde gebohrt werden?

Für Ein- und Zweifamilienhäuser betragen die Bohrungen für Erdwärmesonden in der Regel zwischen 50 und 100 Meter Tiefe. Die genaue Tiefe richtet sich nach dem individuellen Wärmebedarf des Gebäudes und den thermischen Eigenschaften des lokalen Untergrunds im Raum München.

Brauche ich für eine Geothermie Heizungsanlage eine behördliche Genehmigung?

Ja, die Errichtung von Erdwärmesonden ist genehmigungspflichtig. Da hierbei Grundwasserschichten durchbohrt werden, prüfen die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden den Antrag streng, um den Grundwasserschutz zu gewährleisten. Die Florian Schmid GmbH unterstützt Sie bei diesen Formalitäten.

Kann eine Erdwärmeheizung im Sommer auch kühlen?

Ja, viele moderne Geothermie-Anlagen bieten eine sogenannte “Natural Cooling”-Funktion. Dabei wird die natürliche, kühlere Temperatur des Erdreichs im Sommer genutzt, um die Wohnräume über die Fußbodenheizung ohne den energieintensiven Betrieb des Kompressors sanft zu kühlen.

Wie umweltfreundlich ist das Heizen mit Geothermie?

Geothermie gehört zu den umweltfreundlichsten Heizmethoden, da sie regenerative Umweltwärme nutzt. Obwohl die Wärmepumpe für den Betrieb Strom benötigt, stößt sie vor Ort keine direkten Emissionen aus. Wird der Strom zudem aus erneuerbaren Quellen bezogen, heizen Sie nahezu CO2-neutral.

Lohnt sich Geothermie auch in einem älteren Bestandsgebäude?

Geothermie kann grundsätzlich auch im Altbau funktionieren, sofern das Gebäude gut gedämmt ist und idealerweise über großflächige Heizkörper oder eine Fußbodenheizung verfügt, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten. Eine vorherige Fachberatung ist hierbei unerlässlich.

Fazit

Eine Geothermie Heizungsanlage stellt eine langfristig sichere und umweltschonende Investition in die Energiezukunft Ihres Zuhauses dar. Durch die Nutzung der Erdwärme machen Sie sich unabhängig von fossilen Energieträgern und profitieren von niedrigen Betriebskosten. Vertrauen Sie auf die handwerkliche Kompetenz der Florian Schmid GmbH, wenn es um die fachgerechte Modernisierung Ihrer Haustechnik geht. Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen im Bereich Heizung oder nutzen Sie unseren praktischen Wärmepumpen-Check , um die Machbarkeit für Ihr Objekt zu prüfen.

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